Donnerstag, 25. April 2013

Übersicht: Wie organisiere ich mein Leben?

Auch wenn es mit der Projektleitung letzten Endes doch nicht so geklappt hat, wie erhofft (das Projekt ist leider eingegangen noch bevor es begonnen hat - hatte keinerlei Einfluss darauf, eine Entscheidung von oben), stelle ich mir die Frage, wie ich eigentlich mein Leben organisieren soll. In einigen ruhigen Minuten zu Hause (während die Kleine die Terasse erkundet - wie süß sie auf ihren beiden Beinchen trippelt!) versuche ich die Lage zu sichten und entdecke die verschiedenen Baustellen.

Familie und Freunde
Ziel: Zeit verbringen mit denen, die ich liebe, Freundschaften pflegen, ein ausgewogenes Geben und Nehmen

Beruf
Ziel: Erfolgreich sein, Voran kommen,  genaues Ziel noch unbekannt


Gesundheit / Ausgleich
Ziel: (langfristig) körperlich, geistig, seelisch gesund sein und bleiben
 
Finanzen
Ziel: Immer genug zum Leben haben

Haus und Haushalt
Ziel: sich zu Hause wohl fühlen können und ab und zu Besuch bekommen können, ohne dass man vor Scham im Boden versinkt.

In allen Bereichen ist die entscheidende Ressource Zeit, in einigen auch Geld (das betrifft v.a. den letzten Punkt wenn es um das Auslagern unbeliebter Tätigkeiten geht). Und über allem steht die Frage: Wie organisiere ich mich, so dass ich allen Punkten gerecht werde? Welche Mittel, Wege, Hilfen gibt es? Wo kann ich Abstriche machen und wo gibt es keine Kompromisse?
Erst kürzlich habe ich einen Artikel über Arbeitsbelastung und Zeiteinteilung gelesen. Im Grunde gibt es das "Ich habe keine Zeit" nicht. Es gibt nur das "Das hat für mich keine hohe Priorität".
Meine Prioritäten? Wenn ich nicht gesund bleibe, bringt mir alles andere nichts, insbesondere belaste ich dadurch nicht nur mich selbst, sondern auch meine Lieben. In der Realität kommt jedoch der Punkt Gesundheit / Ausgleich bei mir gerade wahnsinnig kurz. Hier besteht Handlungsbedarf. Weiterhin möchte ich Zeit mit meiner Tochter und meinem Mann verbringen. Aber: Was heißt das genau? Ab wieviel Stunden hilft auch das Argument der "Quality Time" nichts mehr? Nun - ich denke hier bin ich noch nicht in Bedrängnis, zumindest wenn es um die Zeit mit meiner Tochter geht. Was die Zeit-als-Paar angeht, sieht es schon viel kritischer aus, hat sich jedoch immerhin etwas gelockert, seit die Kleine in die KiTa geht.
Und: Im Beruf? Was mir hier noch fehlt ist eine Strategie oder ein Plan. Was muss ich machen, um erfolgreich zu sein? Es ist eine Binsenweisheit, dass es nur notwendig, aber keineswegs hinreichend ist, "seine Arbeit gut zu machen" um voran zu kommen. Hier gibt es definitiv auch noch Handlungsbedarf.
Bleiben Finanzen und Haushalt. Ersteres: Gut, wir knabbern nicht am Hungertuch. Aber große Sprünge machen wir auch nicht. Und obwohl wir beide unseren Anteil an der Haushaltskasse aufgestockt haben, versickert das Geld in irgendwelche Kanäle. Zwar führen wir eigentlich ein Haushaltsbuch, aber das wurde aus Zeitmangel, will sagen niedriger Priorität, schon seit vielen Monaten nicht mehr aktualisiert. Also auch hier: Mal wieder was machen!
Und der Haushalt: Hier immerhin kein ganz akuter Brandherd, der Haushaltshilfe sei Dank. Dennoch gäbe es auch hier einiges zu tun - aber das steht wirklich recht weit auf meiner Liste.

Zu tun an diesem Wochenende: Beantworte (vorerst) die Frage: Wie jongliere ich mit den fünf oben genannten Bällen?
 

Kommentare:

  1. Wie sieht denn der Papa die von dir aufgezählten Punkte: 1. für sich und 2. für euch?

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  2. Ihm ist Familie sehr wichtig, seinen Beruf macht er gerne, aber er ist kein Karrieremensch. Beantwortet das deine Frage?

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  3. Nein, tut es nicht. Aber nicht gleich angegriffen fühlen!
    Ich meinte nur, wenn ihr diese Fragen in etwa mit den gleichen Prioritäten beantwortet, lässt sich das alles doch super aufteilen.
    Blöd wird es nur, wenn einer einen Job hat, bei dem er 12 Stunden täglich arbeiten muss. Das nervt.
    Aber das hört sich nicht so an. Also muss du dir rein objektiv nicht den Kopf zerbrechen, oder?

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