Freitag, 4. Mai 2012

Der Wiedereinstieg

Nun denn, am Mittwoch war es also soweit - der Arbeitsbeginn nach Geburt meines süßen Babys. Drei Monate und gute zwei Wochen alt ist die Kleine - und verbringt nun die Vormittage alleine mit ihrem Papa, meinem Göttergatten.
Die letzten drei Tage gestalteten sich in etwa so: Zwischen 5:45und 6:15 irgendwann die erste Brust geben, je nachdem wie lange das letzte Mal her ist (auf die Uhr schaue ich manchmal so um 2 Uhr morgens, keine Ahnung, ob sie auch dazwischen noch kommt, ich merke es kaum noch). Vorsichtig aus dem Bett kriechen und frühstücken, Morgentoilette erledigen, alles packen, was nicht am Abend vorher schon gepackt wurde, aber noch nicht angezogen sein (mehr als drei Monate haben mich gelehrt, dass man nie ein Baby in Klamotten stillen sollte, die nicht vollgesabbert werden dürfen). Dann die Kleine sanft aus dem Bett heben, wickeln und die zweite Brust geben. Die Kleine wieder ins Bett legen, diesmal aber im Schlafsack, unter die Decke darf sie vorsichtshalber nicht mehr, und dem Göttergatten Bescheid sagen, dass man geht. Verabschiedung von der Kleinen. Göttergatte und Kleine quietschen vergnügt herum (naja, der Göttergatte noch mit seeeehr kleinen Augen) während ich gehe. Uhrzeit irgendwas zwischen 7:00 und 7:40. Ab jetzt Tempo! Ich stürze noch schnell zum Gefrierschrank, um das Kühlelement für die Muttermilch einzupacken und los geht es! Ab ins Auto. Fluch jeder roten Ampel und allen Schnarchnasen dieser Welt! Dreifacher Fluch auf den Betriebsrat, dem ich zu verdanken habe, dass ich jeden Tag eine Stunde im Auto sitzen darf.
Dann endlich sitze ich im Büro. Bin inzwischen schon wieder so mit Arbeit eingedeckt, wie ich es mir nur wünschen kann. Es fühlt sich gut an! Ich liebe es, zu arbeiten! Kollegen heißen mich wieder willkommen und schon stürze ich ins Tagesgeschäft. Am ersten und zweiten Tag denke ich noch besorgt an zu Hause und schiele auf den Blackberry, ob mein Mann sich verzweifelt meldet. Heute schiele ich zwar auch regelmäßig drauf, jedoch in der Gewissheit, dass mein Mann alles im Griff hat.
Zur Halbzeit laufe ich zum Raum, in dem ich abpumpen darf. Natürlich ist es quasi am anderen Ende des Firmengeländes. Das Abpumpen selbst geht dank meiner Doppelpumpe problemlos - gerademal zwischen 6-8 Minuten pumpe ich. Danke an die Firma Medela - war teuer, aber hier hat sich die Anschaffung gelohnt.
Danach arbeite ich weiter. Um 12:00 bin ich wieder auf dem Weg Richtung Auto - und verfluche wieder jede Ampel. Etwa um 12:35 stehe ich wieder im Wohnzimmer zu Hause und mache mich fast sofort (nachem ich aus den Arbeitsklamotten raus bin) ans Stillen.
Und wie ist diese Zeit nun für Göttergatten und Baby, gerade in Bezug auf die ungeliebte Flasche? Nun... noch läuft es nicht optimal. Mittwochs wollte die Kleine gar nichts aus der Flasche trinken. Dementsprechend war ich für den Rest des Tages mit Stillen beschäftigt. Die Kleine war trotzdem ausgezeichnet gelaunt, als ich zu Hause war und sie aufwachte. Auch den Flaschenpapa lachte sie gleich wieder an. Donnerstags verputzte sie ohne zu meckern alle Milch, die ich für sie abgepumpt hatte und schlief dann selig ein. Als ich nach Hause kam, spielte sie gerade mit Papa. Heute dann durchwachsenes Ergebnis: Die Kleine trank ein bisschen und meckerte. Schließlich schlief sie auf Papas Bauch ein. Und war völlig entspannt, als ich nach Hause kam und sie aufwachte. Auch jetzt ist sie wieder tiefenentspannt und schläft. 
Wie wohl die nächste Woche wird? Wir werden sehen...

3 Kommentare:

  1. Herzliche Gratulation zum Wiedereinstieg! Hört sich nach straffem, aber bewältigbarem Alltag an und die Endorphine, die ein positives Arbeitserlebnis sprudeln lassen, entschädigen einen schließlich für vieles.

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  2. Das klingt doch super! Und das Schöne ist: Von kleinen einmaligen Rückschlägen abgesehen, wird das alles sogar NOCH besser! Die Abstände wachsen irgendwann bzw. in zwei Monaten kann man vormittags vielleicht schon auf die Milch verzichten und es gibt Brei ... Oder die Flasche wird ohne Trara genommen, weil kaum ein Baby monatelang Stress macht bei immer den gleichen Abläufen.

    ich freu mich für Dich!

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  3. Danke ihr Lieben! Ich hoffe, dass es noch besser wird, diese Woche lief nämlich in Bezug auf Flasche noch nicht optimal. Wir werden unseren Ablauf wohl fürs erste auch am Wochenende durchziehen müssen... mal sehen, wie das dann klappt. Ich halte euch auf dem Laufenden!

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